Arthrosetherapie mit Orthokin® (Eigenbluttherapie)

Als Arthrose bezeichnet man die Verschleißerscheinung des Gelenks, die oftmals durch einen Knorpelverlust charakterisiert ist und dann zu Schmerzen führt. Gründe die zu einer Arthose führen können sind genetische Veranlagung, Übergewicht, starke Beanspruchung des Gelenks im Beruf oder Sport, jedoch spielt das Alter die wichtigste Rolle.
Um nun diesem Prozess entgegen zu wirken, wurde auf molekularbiologischer Grundlage ein Stoff gefunden, der in großen Maße an der Entstehung der Arthrose beteiligt ist. Dieser Stoff ist Interleukin-1 (IL-1), ein körpereigenes Eiweiß.
Wenn man nun diesen Stoff hemmt bzw. blockiert, kann man das Fortschreiten der Erkrankung aufhalten, jedoch nicht heilen. Diesen Hemmstoff produziert der Körper selber, aber in einem zu geringem Maße, sodass man bei der Orthokintherapie die Produktion von Interleukin-1-Rezeptorantagonisten bis auf das 100 fache steigert wird. IL-1-Ra wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd und knorpelschonend.
Die Therapie wird mit Eigenblut durchgeführt, d.h. man entnimmt dem Patienten ca.50 ml Venenblut und stimuliert dann die Produktion von Interleukin-1-Rezeptorantagonisten im Blut bis die gewünschte Konzentration erreicht ist. Dieses Blut wird dann in kleinere Mengen aufgeteilt und dem Patienten in mehreren Sitzungen ins betroffene Gelenk gespritzt.
Die Therapie gilt nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft als Gold-Standard bei der Arthrosetherapie und hat im Gegensatz zu anderen Therapien den Vorteil, dass es mit einem vom eigenen Blut hergestellten Stoff durchgeführt wird und somit Reaktionen des Immunsystems und Nebenwirkungen nahezu ausgeschlossen werden können.
Arthrosetherapie mit Orthokin® (Eigenbluttherapie)
Flyer
Pressetexte
Orthokintherapie bei Rückenschmerzen (Universitätsklinikum Bochum, vom 14.7.2005)
Orthokintherapie bei Arthrose (Universitätsklinikum Düsseldorf vom 31.5.2005)
Es handelt sich rechts um eine NMR-Darstellung eines arthrotischen Kniegelenkes. Deutlich zu sehen sind die Osteophyten im medianen (mittigen) und lateralen Bereich des Gelenkspaltes und der Verschleiß oder Abrieb der Knorpelschicht im linken Bereich des Bildes. Der Knochen des Schienbeinkopfes im mittigen Bereich ist verdichtet, eine Reaktion auf den vermehrten mechanischen Stress. Die Knorpelschicht hat ihre Dämpfungsfunktion eingebüßt.
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Arthrose beginnt meist schleichend und verläuft zunächst langsam. Was mit leichten, belastungsabhängigen Schmerzen beginnt, kann sich als der Anfang der Erkrankung herausstellen. Später kommt es zu Veränderungen im Bereich der gelenknahen Knochen, der Gelenkschleimhaut und der Gelenkkapsel sowie der Muskulatur. Als Folge können weiterhin auftreten: Schwellung des Gelenks, Gelenkerguss (dann spricht man von der aktivierten Arthrose) und zunehmende Deformation (Verformung) des Gelenks. Typisch sind Anlaufschmerzen, besonders nach der Nachtruhe. Im weiteren Verlauf kann es dann auch Schmerzen in Ruhe geben. Bei der Untersuchung fallen die veränderte Form, eventuell die Schwellung und die bei der Bewegungsprüfung auftretenden Gelenkgeräusche auf. Die Abriebsvorgänge führen dazu, dass der Bandapparat des Gelenkes gelockert wird.
Die meisten Arthrosen entstehen in den Gelenken, die durch die Schwerkraft belastet sind, wie in den Knien und den Hüft- und Sprunggelenken. Die verminderte Beweglichkeit und Belastbarkeit ändert Haltung und Gang, was sich in der Wirbelsäulenstatik niederschlägt. Rückenschmerzen, eventuell schwere degenerative Veränderungen der Wirbelsäule sind die Folge. Einseitige berufliche Belastungen können ebenfalls zu Arthrosen führen, als Beispiel sei die als Berufskrankheit anerkannte Arthrose des Ellenbogens genannt bei Menschen, die lange Zeit mit einem Presslufthammer gearbeitet haben.
Gelenkverschleiß, Arthrosis deformans, Osteoarthritis (engl. für Arthrose). Hier sei auf die Unterschiede im englischen und deutschen Sprachgebrauch hingewiesen: Die Arthritis in der deutschen Literatur ist ein primär entzündliches Geschehen, bei dem die zerstörenden Abriebvorgänge erst in zweiter Linie auftreten. Das ist etwas Anderes als eine Arthrose.
Der Anfang einer Arthrose ist ein Knorpelschaden, wobei aber nicht jeder Knorpelschaden zu einer Arthrose führen muss. Der Grund hierfür ist wahrscheinlich die individuelle Ausprägung des Immunsystems. Der Gelenkknorpel des Menschen ist eine sogenannte „immunologisch privilegierte Region“, das heißt, der Knorpel enthält so viele potentielle Autoantigene, dass es in der Evolution günstiger war, Immunzellen aus den Gelenken weitgehend herauszuhalten. Durch eine mechanische Verletzung treten die Autoantigene, zumeist Proteoglykane (Eiweiß-Zucker-Verbindungen) aus dem Knorpel heraus und bewirken eine Immunantwort gegen sich selbst (siehe IL-1 unter „Therapie“). Dadurch wird der Knorpel neben der mechanischen Schädigung zusätzlich biochemisch angegriffen. Dieser Schaden führt zu einem gesteigerten Abrieb der gelenkbildenden Oberfläche, es kommt zu einem Verlust an Knorpelsubstanz, im Röntgenbild verschmälert sich der Gelenkspalt. Die mechanische Dämpfungsfunktion der Knorpelschicht wird schlechter, der unter dem Knorpel gelegene Knochen wird vermehrtem mechanischen Stress ausgesetzt. Auf diesen Stress reagiert der Knochen mit einer Verdichtung seiner Binnenstruktur, man bezeichnet das als „Eburnisation“, der Knochen wird hier mit „Elfenbein“ verglichen. Wenn der Verfall des Gelenkes soweit fortgeschritten ist, beginnt sich der Knochen zu verformen. Der Körper versucht, die Auflagefläche des Gelenkes zu verbreitern, es bilden sich Osteophyten. Durch mechanische Überlastungen bricht die Knochenbinnenstruktur unterhalb der Knorpelschicht stellenweise zusammen, es bilden sich Löcher, die als Geröllzysten bezeichnet werden. Man unterscheidet zwischen der primären und der sekundären Arthrose. Die Literatur gibt an, dass es sich bei 80 % der Fälle um primäre Arthrosen (d. h. Ursache unbekannt) und bei den restlichen 20 % um sekundäre Arthrosen (d. h. Entstehung als Folge einer primären Ursache). Einige Fachleute sind der Auffassung, dass 20 % primär und 80 % sekundär entstehen.
Bei der sekundären Arthrose sind folgende Ursachen bekannt:
Die folgenden Arthroseformen beziehen sich namentlich auf das jeweils betroffene Gelenk:
Die folgenden Arthrosebezeichnungen beschreiben den Status bzw. die Herkunft der Arthrose:
Ein wichtiges Kriterium zur Beurteilung des Verlaufs und der Therapieoptionen einer Arthrose ist der Knorpelschadensgrad. Dabei muss der objektiv festgestellte Schadensgrad aber nicht zwangsläufig entsprechende Beschwerden hervorrufen. Manche Betroffene haben mit einem Schadensgrad II bereits starke Schmerzen, während andere mit Grad IV kaum Beschwerden haben. Die Auswirkung ist also von Einzelfall zu Einzelfall verschieden.
Der Patient berichtet bei der Anamnese über Gelenkschmerzen, anschließend muss noch geklärt werden, bei welchen Gelegenheiten dieser Schmerz auftritt. Es folgt die klinische Untersuchung der Gelenkkontur, der Funktion, der Bandstabilität, der umgebenden Muskulatur und dann schließt sich, je nach Erfordernis, eine bildgebende Diagnostik an, also Röntgen, CT oder MRT. Wenn sich ein Befund für eine minimalinvasive Intervention anbietet, kann eine Arthroskopie notwendig werden. Die Entwicklung der Arthroskopie in den letzten Jahren hat etliche Gelenke für diese elegante Form des operativen Eingriffs zugänglich gemacht. Am häufigsten werden Arthroskopien am Kniegelenk durchgeführt, auch um präoperativ abzuklären, zum Beispiel welcher Typ Endoprothese im Einzelfall sinnvoll ist. Meistens werden Arthroskopien jedoch eingesetzt, um zeitgleich mit der Diagnostik auch die erforderliche Sanierung des Gelenkes vornehmen zu können.
Zu Vorbeugung der Arthrose kann man derzeit die ausreichende Bewegung ohne Überlastung, den Schutz vor Gelenkverletzungen und die Verhinderung von Übergewicht als empfehlenswert auflisten. Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel können bislang beim Menschen keinen sicheren chondroprotektiven (knorpelschützenden) Effekt nachweisen, auch wenn dies häufig behauptet wird.
In der Mehrzahl der Fälle wird eine Therapie erst begonnen, wenn die Arthrose bereits merklich schmerzt und eine deutliche Gelenkveränderung bewirkt hat. Dann ist es das Ziel der Therapie, trotz des Gelenkverschleißes eine ausreichende Beweglichkeit und Belastbarkeit des Gelenkes zu erhalten.
Der Wirksamkeitsnachweis von Therapiemaßnahmen bei Arthrose ist nicht einfach, da im Verlauf der Krankheit schmerzlose Phasen mit schmerzhaften Phasen abwechseln. Auch die Gelenkbeweglichkeit kann im Verlauf der Krankheit variieren. Gleichzeitig ist der Nachweis von wirksamen Therapiemaßnahmen bei der Vielzahl der betroffenen Menschen bei einer älter werdenden Bevölkerung unumgänglich.
Im Bereich des Hüft- oder Kniegelenks kann man die Arthrose anhand der schmerzfreien Gehstrecke und der Gelenkbeweglichkeit dokumentieren. Ist eine Therapiemaßnahme wirksam, muss sie die Gehstrecke und die Gelenkbeweglichkeit verbessern. Diese Verbesserung sollte auch noch nach einem oder mehreren Jahren nachweisbar sein.
Manche Ärzte (*) empfehlen die orale Einnahme von Glucosamin. Der zweifelsfreie Wirkungsnachweis steht allerdings aus. Glucosamin ist eine natürliche Substanz, die in fast allen Fasern des Körpers gefunden werden kann. Es beeinflusst die Biosynthese eines Moleküls, das sich Glycosaminoglycan nennt, das den Hauptbestandteil der Gelenkschmiere und des Knorpels darstellt. Glucosamin kommt nicht in Nahrungsmitteln vor, wird aber vom Körper selbst natürlich herstellt. Falls der Körper diesen Stoff aus irgendwelchen Gründen nicht oder in nicht ausreichender Menge herstellt, könnte dies vermutlich zur Bildung der Arthrose führen.
Die Substanzen Glucosamin und Chondroitin können vielleicht die Symptome der Arthrose verbessern und ihr weiteres Fortschreiten verzögern. Wegen des spärlichen Datenmaterials sind diese Aussagen jedoch nicht zuverlässig.[1] Allerdings zeigen neuere Ergebnisse auch, dass Glucosamin bei der Arthrose im Knie nicht wirksam ist.[2] Eine weitere Nahrungsergänzung, die vielversprechend scheint, ist S-Adenosyl Methionin. Kleinere Studien behaupten, dass es bei der Schmerzlinderung ebenso effektiv ist wie nichtsteroidale, antiinflamatorische (entzündungshemmende) Schmerzmittel (Ibuprofen, Diclofenac, usw.), auch wenn es etwa vier Wochen dauert, ehe dieser Effekt einsetzt.
(*) Übersetzung eines Auszugs des englischen Wiki-Artikels, daher sind hier keine deutschen Ärzte gemeint.
Eine degenerative Arthrose ist nicht heilbar. Nur der operative Gelenkersatz bietet die Chance auf eine Wiederherstellung der schmerzfreien Gelenkbeweglichkeit über mehrere Jahre, und dies auch nur bei günstigem komplikationslosen Verlauf. Daneben werden viele Behandlungsmethoden − es sind über 200 − in diesem Markt angeboten. Viele davon − von Nahrungsergänzungsmitteln bis zur Anwendung physikalischer Methoden („modulierte Magnetfelder“) − verfügen über keinen wissenschaftlichen Beleg ihrer Wirksamkeit. Sie werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen und müssen vom Patienten als Selbstzahlerleistungen (IGeL) bezahlt werden. Als scheinbare Behandlungserfolge zählen dabei vorübergehend abklingende Beschwerden, die aber für den wellenförmig wiederkehrenden Verlauf der Arthrose-Entzündungen typisch sein können. Daher sind diese Behandlungsmethoden (auch unter Medizinern) nicht unumstritten. Unter dem Oberbegriff „Wellness“ wird eine ganze Palette von Nahrungsergänzungsmitteln vermarktet, die hauptsächlich ihrem Vertreiber nutzen. Die Preise für diese Stoffe sind meistens stark überhöht. Ähnlichen Zwecken dienen auch die Magnetarmbänder, die von Apotheken massenhaft verkauft werden. Wenn Verbraucherschutzorganisationen diese angebotenen Substanzen testen, wird meistens festgestellt, dass davon „keine gesundheitlichen Risiken ausgehen“. Der Anbieter bezieht diese Testergebnisse („mit gut bewertet“) in seine Werbung mit ein, ohne darauf hinzuweisen, welche Eigenschaften da bewertet wurden.